50 Helfer im Einsatz

Pflegetag Hornisgrinde

Seebach (gat). Aufräumen und Naturpflege war am Samstag auf der Hornisgrinde rund um den Aussichtsturm und im Hochmoor angesagt. Um 9 Uhr starteten Mitglieder der Amateurfunker Karlsruhe, der Bergwacht Achertal und der Bergwacht Karlsruhe, der Schwarzwaldvereine Achern und Sasbach, der Waldjugend Kappelrodeck, des Forstes und der Gemeinde Seebach vom Mummelsee hoch zur Hornisgrinde, ausgerüstet mit Spaten und Schaufeln, Sägen und Zangen und anderem Werkzeug.

Bürgermeister Reinhard Schmälzle koordinierte zusammen mit Förster Peter Schmiederer die Arbeiten. Während die einen sich in Richtung Hochmoor aufmachten, um unerwünschtem Bewuchs aus dem Hochmoor und aus den Randbereichen zu entfernen, ging eine andere Gruppe daran, zugewachsene Wasserabzugsrinnen entlang der Straße, die zum Hornisgrindeturm führt, wieder freizuschaufeln. Neben diesen Naturpflegearbeiten wurde auch Müll beseitigt, den Zeitgenossen unachtsam hinterlassen hatten.

Hauptaktion war, den Zaun unterhalb des ehemaligen Gasthauses auf der Hornisgrinde zu entfernen – es war das letzte Stück Zaun, das noch aus der Militärzeit stand. Für dieses Gasthaus, das in der langen Zeit der Besatzung auf der Hornisgrinde vom französischen Militär genutzt wurde, ist der Bauantrag der Waldgenossenschaft bereits gestellt und wie am Freitagabend auf der Mitgliederversammlung der Waldgenossenschaft zu erfahren war, wurde auch schon in Planungen investiert. Anfang 2017 wird der Neu- und Wiederaufbau des Gasthauses wohl angegangen werden. Auf der Seite zum Mummelsee hin wurden deshalb auch vorsorglich Fichten entfernt, um hier die Aussicht zu öffnen. Die noch stehenden Zaunpfosten sollen zu einem späteren Zeitpunkt fachgerecht abgebaut werden.

Mehr als vier Stunden wurde eifrig gearbeitet– und es erforderte Durchhaltevermögen von den rund 50 jugendlichen und erwachsenen Helfern. Denn aus dem Württembergischen pfiff ein richtig kalter Ostwind um die Ohren, so dass es gut war, wenn man eine warme Mütze drüber ziehen konnte. Lohn für den freiwilligen Arbeitseinsatz der Naturfreunde war am Ende ein kräftigendes Mittagessen im Hornisgrindeturm.

Presseartikel Acher- und Bühler Bote vom 12.10.2015