Schwarzwaldverein fröhnte nicht nur dem Wandern

Pflege der Wanderwege und Erhalt der Mühlen sind feste Aufgaben in dem Ottenhöfener Verein

Ehrungen beim Schwarzwaldverein Ottenhöfen: Das Bild zeigt die Geehrten mit dem Vorsitzenden Bernd Bäuerle (Vierter von links) und Bürgermeister Hans-Jürgen Decker (rechts).

Auf ein gelungenes Vereinsjahr blickte der Ottenhöfener Schwarzwaldverein am Samstag im Hotel Sternen zurück. Dabei wurden auch treue Mitglieder geehrt.
Bernd Bäuerle, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Ottenhöfen, rief am Samstag in der Hauptversammlung die Aktivitäten und Höhepunkte des vergangenen Jahres in Erinnerung. Die Mitglieder hätten wieder Beachtliches geleistet. Zu den Aktivitäten zählten nicht nur die Wanderungen, sondern auch die Heimatpflege mit dem Erhalt und der Instandsetzung von Mühlen, der Naturschutz, sowie die Pflege der Wanderwege. Dem Verein gehörten derzeit 294 Mitglieder an.
Wie Wanderwart Werner Benz bilanzierte, wurden 2016 zehn Wanderungen angeboten, an denen insgesamt 258 Personen teilnahmen. Das entspricht einer durchschnittlichen Beteiligung von 22 Personen. Insgesamt wurden 130 Wanderkilometer zurückgelegt. Die sechs Seniorenwanderungen waren insgesamt 30 Kilometer lang; die durchschnittliche Beteiligung lag hier bei elf Personen.

An 22 Tagen war die Radler-Gruppe um Hildegard Krivec unterwegs. Sie zählte unter Strich 177 Teilnehmer, die 735 Kilometer zurücklegten. Die Nordic-Walking-Gruppe um Ursel und Hans Fuchs verzeichnete bei 91 Touren 843 Teilnehmer. Leider seien wetterbedingt elf Touren ausgefallen. Wanderwart Werner Benz dankte den 13 Wanderführern und gab einen Ausblick auf das neue Wanderjahr mit 14 abwechslungsreichen Wanderungen, wobei die Wanderwoche in Fiss wieder ein Höhepunkt sein dürfte. Nach der Teilnahme an einem entsprechenden Seminar darf Werner Benz auch Wanderungen im Nationalpark führen.

Wie aus dem Bericht von Wegewart Ludwig Schneider hervorging, hat der Schwarzwaldverein Ottenhöfen 60 Kilometer Wanderwege zu betreuen. Insgesamt habe man für die Pflege der Wanderwege 113 Arbeitsstunden investiert. Unterstützt wurde er dabei von Rupert und Renate Horn, Klaus Bohnert und Bernd Vogt.

Der Fachwart für Heimatpflege, Udo Kimmig berichtete, dass Walter Steimle, Hans Schmitt und Klaus Bohnert in der Hammerschmiede 61 Vorführungen angeboten und dabei 1482 Personen dieses alte Handwerk näher brachten. Hierfür leisteten sie 115 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Der Mühlenbau, für den der Schwarzwaldverein in Kooperation mit der Trachten- und Volkstanzgruppe Ottenhöfen verantwortlich zeichnet, habe mit der Fertigstellung des Wasserrades für die Schulze-Mühl ein weiteres Ziel erreicht. Hierfür hätten die ehrenamtlichen Helfer 340 Arbeitsstunden geleistet (siehe Artikel auf der 4. Lokalseite). Für die Hammerschmiede, so Udo Kimmig, würden noch neue Schmiedemeister gesucht, da die bisherigen aus Altersgründen aufhören wollen.

Ein großes Lob für die Vereinsarbeit gab es von Bürgermeister Hans-Jürgen Decker. Die Hammerschmiede sei zu einem Aushängeschild für die Gemeinde geworden und ein Mühlendorf ohne Mühlen sei nicht vorstellbar. Der gute Besuch der Hauptversammlung, so der Vorsitzende des Bezirks Hornisgrinde, Jürgen Höll, mache deutlich, dass es im Vereines rund laufe.

Hillmar Walter, Baden Online 07.03.2017