Zwischen Rothaus und Feldberg

Schwarzwaldverein Yburg

Erlebnisreiche Wandertage zwischen Rothaus und Feldberg

Wandertage der beiden Ortsgruppen Gaggenau und Yburg im Schluchsee – Feldberg Gebiet vom 20. – 23. Juni 2019

Kurzfassung:

Zum inzwischen 5. Mal führten die beiden Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins Gaggenau und Yburg ihre 4-Tages-Wanderung durch. Unser Zielgebiet war auch in diesem Jahr Schluchsee und Feldberg. Von unserem Standquartier aus starteten wir unsere Wanderungen umweltschonend mit Bus und Bahn. Gleich die erste Wanderung führte nach Rothaus, die mit einer sehr eindrucksvollen Besichtigung der Badischen Staatsbrauerei Rothaus endete. Seit dieser Besichtigung gab es nur noch unter- und obergärige Wanderer, die sich diese Biere auch schmecken ließen. Am zweiten Tag wurde jeweils in einer A- und B-Wanderung die Schönheit des Feldberg- Massivs mit seinen Naturwundern erwandert. Tags darauf führten unsere Pfade hoch zum Zwei-Seenblick. Die A- Wanderer erwartete dort ein Meer-Blick, nämlich das Wolkenmeer. Die B-Wanderer hatten Glück. Die Wolken rissen auf und sie hatten Sicht auf Schluch- und Titisee. Zurück ging es dann am Windgfällweiher vorbei nach Aha. Die Wandertage endeten mit einer historischen Wanderung am Schluchsee entlang zum Untergrummenhof, vorbei an geheimnisvollen Steinkreisen und Kohlplätzen. Nach einem Kaffee oder einem Eis in Schluchsee ging es dann leider wieder zurück in den Alltag mit dem Bedürfnis, diese Wandertage fort zu setzen.

Weitere Bilder in unserer Homepage: http://schwarzwaldverein-yburg.de/


Vom 20.-23. Juli unternahmen die Ortsgruppen Yburg und Gaggenau wieder ein gemeinsames Wanderwochenende zum Schluchsee. Nachdem wir schon letztes Jahr dort schöne Wandertage verbrachten, ging es dieses Jahr nochmals dorthin.

Mit dem Bus fuhren wir zu unserem Hotel in Schluchsee. Nach dem Abstellen des Gepäcks, machten wir vom Hotel aus die erste Wanderung von ca. 7 km nach Rothaus. Auf teilweise schmalen Pfaden ging es durch den Wald Richtung Faulenfürst. Von dort weiter über Brünlisbach nach Rothaus. Nach einer Stärkung in der Brauereigaststätte besichtigten wir die Staatsbrauerei Rothaus. In einer kurzweiligen Führung wurde uns das Brauen von Bier und die Geschichte der Brauerei erklärt. Die vielfältigen technischen Anlagen die nötig sind um aus Gerste, Hopfen und Malz  Bier zu brauen, sowie die Abfüllanlagen sind schon beeindruckend. Nach dieser Führung gab es keine A + B Wanderer mehr, sondern nur noch unter- und obergärige Wanderer. Mit dem Bus ging es zurück nach Schluchsee.

Am Freitag war der Höchste Berg des Schwarzwalds unser Ziel. Mit Bahn und Bus ging es zum Feldberg. Es wurden zwei Wanderungen (A+B) von ca. 18 und 12,5 km angeboten. Gemeinsam begannen wir die Wanderungen an einem Tor aus Granit, in der Nähe des Hauses der Natur. Über blühenden Wiesen stiegen wir aufwärts Richtung Gipfel. Die A-Gruppe wanderte über das Bismarckdenkmal und die B-Gruppe  auf weniger steilen Wegen mit schöner Sicht ins Wiesental zum Grübelesattel. Hier trennten sich endgültig die Wege der Gruppen. Die A-Gruppe wanderte weiter Richtung Feldberggipfel- Baldenweger Hütte zum Reimarti Hof. Die B-Gruppe wanderte über den aussichtsreichen Emil-Thoma-Weg bis zum Einstieg in den Felsenweg. Diese führt oberhalb der Karwand des Feldsees auf schmalem Pfad wieder Richtung Feldberger Hof. Auf teilweise steilem Weg ging es danach hinunter zum Feldsee. Ein kurzes Stück weiter erreichten wir dann den Reimarti-Hof. Nach einer Rast traten wir den Rückweg an. Auf einem stetig ansteigenden Forstweg ging es wieder hoch bis zur Haltestelle Caritashaus an der B317. Da zwischenzeitlich starker Regen einsetzte verzichteten wir darauf wieder bis zum Feldberger Hof zurück zu laufen. Die A-Gruppe, die wir noch beim Reimarti Hof trafen, wanderten bis nach Bärental um von dort mit der Bahn zurück nach Schluchsee zu fahren.

Am Samstag hatten wir zwei Wanderungen von 15 und 12,5 km im Programm. Von Aha ging es für beide Gruppen immer ansteigend hoch zum Wegepunkt Lachenrücke. Die A-Wanderer stiegen weiter aufwärts durch Wald und Hochmoor zum Zweiseenblick. Leider war vom Titisee und Schluchsee nichts zu sehen, da Nebel die Sicht behinderte.  Nach dem Abstieg vom Zweiseenblick legten wir eine Rast ein. Durch einen schönen fast mit Gras zugewachsen Weg, an dem sich auch mehrere große Waldameisenhügel befanden, ging es zuerst durch den Wald und anschließend über eine Weide hinunter nach Altglashütten. Nach einem kurzen Besuch der Kirche gingen wir weiter durch Altglashütten Richtung Windgfällweiher. Dort machten wir in einem Gasthaus Rast. Dunkle Wolken die vom Feldberg herüber zogen trieben uns zur Eile an. In schnellem Schritt marschierten wir entlang des Windgfällweihers wieder Richtung Aha. Kurz vor dem Ziel holte uns doch noch ein kräftiger Regenschauer ein. Die B-Wanderer entschlossen sich ebenfalls noch zum Zweiseenblick hoch zu gehen. Sie wurden mit einer besseren Sicht belohnt. Der Rückweg war dann ab Altglashütten der gleiche. Mit etwas Verspätung erreichten Sie auch den Bahnhof in Aha. Dadurch, dass die Bahn 3 Minuten Verspätung hatte konnten wir gemeinsam wieder nach Schluchsee fahren.

Zum Ausklang unseres Wanderwochenendes hatten wir uns nochmals eine gemütliche Wanderung von ca. 9 km mit anschließender Schifffahrt auf dem Schluchsee vorgenommen. Von Seebrugg wanderten wir über die Staumauer vom Schluchsee nach Blasiwald Steinbreche.

Dort suchten wir die rätselhafte Steinkreise aus großen Granitsteinen, die wir in der Nähe eines Neubaugebietes fanden. Karl Keller erklärte uns, dass es einige Hypothesen gibt, wer diese errichtet hat. Die Kelten (?) oder doch nur Umzäunungen für Vieh oder Grenzmauer aus dem Mittelalter. Es bleibt ein Rätsel. Weiter ging es vorbei an der Ski-Schanze Blasiwald, auf Halbhöhenlage, entlang des Schluchsees zum Unterkrummenhof. Hier legten wir unsere Rast ein. Die Wolken hatten sich mittlerweile fast alle verzogen. So konnten wir auf der Rückfahrt mit dem Schiff nach Schluchsee die Sonne richtig genießen. Nach einem Kaffee, Eis oder einer Siesta, auf eine der Ruhebänke bei der Kirche in Schluchsee, ging es am späten Nachmittag wieder mit dem Bus zurück nach Hause.

Auch wenn das Wetter nicht immer „super“ war, so waren es doch wieder interessante und schöne

Wandertage. An die Organisatoren ging der Dank für die Arbeit, die sie sich gemacht haben, mit der Bitte weiter so!

Franz-Josef Lucke