Naturpflege

An die Scheren, fertig, los

Zur Erhaltung der Grinden greifen Freiwillige bei der „Schliffkopfaktion“ zu Hilfsgeräten „Finden, ummachen, rausziehen“, verkündet der Leiter des Fachbereiches Wald und Naturschutz des Nationalparks, Jörg Ziegler, die Devise der Schliffkopfaktion. Bereits zum 51. Mal finden sich am Samstagmittag auf dem Parkplatz „Schwarze Lache“ an der Schwarzwaldhochstraße zahlreiche große und kleine Freiwillige ein, um die Grinden, die als Besonderheit im Nordschwarzwald gelten, zu pflegen und zu erhalten. „Die Fichten unten abzwicken und zerhacken und dann an die Straße vorziehen“, erklärt Jörg Ziegler den Helfern ihre Aufgabe. „Wir machen das, bis es regnet“, sagt Nationalparkleiter Wolfgang Schlund und lacht. Mit Heckenscheren, Hand- und Motorsägen ausgestattet, geht es ans Werk, um die auf den Grinden wachsenden Bäume auf einer Fläche von etwa zehn Hektar zu fällen. Von der Straße aus werden sie abtransportiert und in energetischer Verwertung zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. „Für Weihnachtsbäume ist es ja noch ein wenig zu früh“, meint Charly Ebel, Leiter des Fachbereichs Besucherinformation des Nationalparks. „Dieses Jahr ist es eher eine kleine Aktion“, erklärt Ebel. Nichtsdestotrotz ist wieder ein Pferderücker im Einsatz. Seit zwei Jahren ist der Oberkircher Tobias Vogt mit der Schwarzwälder Fuchsstute Ranka nebenerwerblich bei Aktionen wie dieser im Einsatz. „Das mit den Pferderückern hat in den vergangenen Jahren erst begonnen“, sagt Ebel. Im Vergleich zu schweren Schleppern würden Pferde den sensiblen Boden schonen und seien deshalb gern gesehene und erwünschte Helfer. Die Helfer sind mit Spaß, aber auch aus Überzeugung dabei. „Wenn es um die Pflege der Landschaft geht, wird viel geredet, aber wenige sind dazu […]

Naturpflege

Im Einsatz für die Natur

Landschaftspflegetag wird zur „Herzenssache“ Auch der Bürgermeister packt kräftig mit an Die Talsohle im Rebflurbereinigungsgebiet „Hofackerteich“ ist dank der Pflegemaßnahmen der Waldjugend zu einem artenreichen Biotop geworden. Auf knapp einem Hektar Fläche mit Tümpel, Bachlauf und Steinriegeln haben hier nicht nur zahlreiche Vogelarten, sondern auch Gelbbauchunken Ringel- und Schlingnattern, Frösche, Zauneidechsen und Feldhasen ein ideales Rückzugsgebiet gefunden. Der jährliche Landschaftspflegetag von Waldjugend und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wurde am Samstag erstmals mit der Aktion „Herzenssache Natur“ des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord verbunden. Ziel dieser Aktion ist es, Menschen für den ehrenamtlichen Einsatz in der Natur und für den aktiven Schutz der Umwelt zu begeistern. Der Aufruf fand eine gute Resonanz. Trotz der großen Hitze konnte Christian Schütt vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord am Morgen gut 20 ehrenamtliche Helfer im Alter von 7 bis 60 Jahren auf dem Wanderparkplatz willkommen heißen. Gruppen wie ein Team der Volksbank mit Vorstandsmitglied Clemens Fritz an der Spitze nahm unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ an der Aktion teil, auch der Schwarzwaldverein war vertreten. Im Laufe des Vormittags trafen dann noch weitere Helfer ein und machten sich am Bachlauf und im Bereich des Tümpels ans schweißtreibende Werk. Die Regie lag in den Händen von Andreas Jakesch von der Waldjugend Kappelrodeck. Simon Alexander führte kurz in den sachgemäßen Einsatz der akkubetriebenen Motorsensen ein, dann ging es los. Mit den Motorsensen wurde die überwucherte Böschung am Bachlauf gemäht, bei den von Winden überrankten Büschen am Bach kamen auch mechanische Werkzeuge zum Einsatz. Sehr viel Arbeit war am Tümpel erforderlich, hier […]

Naturpflege

Erzbischof lobt Umweltprojekt

Neuen Lebensraum für Amphibien geschaffen Kooperation von Schule und Schwarzwaldverein Sasbach/Obersasbach Es ist eine Zusammenarbeit, die sich auszahlt: Auf der einen Seite die Schulgarten- und Naturschutz-AG der Heimschule Lender und daneben der Schwarzwaldverein Sasbach – zwei völlig unterschiedliche Organisationen mit einer gemeinsamen Zielsetzung. Und das ist in erster Linie der Landschafts- und Naturschutz, bis hin zur Pflege der Heimat. Nun wurden die Aktivitäten der Naturschutz-AG und des Schwarzwaldvereins auch auf der Ebene des Erzbistums Freiburg gewürdigt: Nachdem das Ordinariat schon seit über zwei Jahrzehnten im Zwei-Jahre-Rhythmus Umweltpreise auslobt, stellte das Lenderdorf jetzt einen der zehn Preisträger, wobei das Engagement von Schule und Verein von höchster kirchlicher Stelle durch Erzbischof Stephan Burger gewürdigt wurde. Angeführt wurde die Sasbacher Delegation, die zur Preisverleihung im erzbischöflichen Priesterseminar in Freiburg anreiste, von Schulleiter Lutz Großmann und seiner Kollegin Katharina Buchholz-Kühn, welche die Schulgarten- und Naturschutz-AG leitet. Mit dabei auch Schüler, die durch die Weitergabe von Wildblumen-Samentüten an andere Delegationen beeindruckte. Die Vertretung des Schwarzwaldvereins bildete Naturschutzwart Klaus Madlinger und sein Vorgänger Franz Kurz, mit dabei war auch der Sasbacher Franz-Josef Schiel, der als hauptberuflicher Biologe den Schwarzwaldverein bei der Erstellung des Förderantrags zur Finanzierung der Baggerarbeiten sowie die Baubegleitung ehrenamtlich unterstützt hatte. Die Anlage der Gewässer war im Rahmen des Amphibien-Schutzprogramms „Impulse für die Vielfalt“ durch die Energie Baden-Württemberg finanziert worden. Rückblickend war es für alle ein eindrucksvoller Nachmittag, wobei es sich Erzbischof Stephan Burger nicht nehmen ließ, die vorbildlichen Aktivitäten aller Preisträger ins rechte Licht zu rücken. Es sei, so der Erzbischof, ein […]

Naturpflege

Pflegetag Hornisgrinde 2016

Helfer rücken dem Wildwuchs zu Leibe Ehrenamtliche pflegen Grinden-Vegetation ABB (10.10.2016) – von Berthold Gallinat Seebach. Mit Hacken und Schaufeln, Astscheren, Motorsägen und Motorsensen rückten am Samstagmorgen beim Naturpflegetag auf der Hornisgrinde 20 Jugendliche und 30 Erwachsene dem Wildwuchs rund um den Hornisgrindeturm und im Hochmoor zu Leibe. Die Gemeinde Seebach hatte zu der Aktion, die in aller Regel im Oktober stattfindet, eingeladen, freiwillige Helfer sowie Mitglieder der Bergwacht Achertal und Karlsruhe, der Waldjugend Kappelrodeck, aus den Schwarzwaldvereinen der Region, aus der Waldgenossenschaft Seebach und aus der Gemeinde waren dem Aufruf gefolgt. Von 9 bis 13 Uhr gingen die freiwilligen Helfer kräftig zupackend an die Arbeit, Bürgermeister Reinhard Schmälzle und Förster Peter Schmiederer koordinierten die Arbeiten. Madeleine Ehinger vom Nationalpark begab sich mit einer Gruppe ins Hochmoor, um dort unerwünschte Fichten herauszuschneiden oder herauszureißen, Bergwachtmitglieder und Mitglieder der Schwarzwaldvereine säuberten Wege und Gräben rund um den Hornisgrindeturm und Mitglieder der Bergwacht Karlsruhe nutzten den Aktionstag noch, um an ihrer Hütte wenige Meter unterhalb des Hornisgrinde-Aussichtsturms auf der Westseite der Hornisgrinde eine Trockenmauer auszubessern. Das kleine Wiesenstück auf der Ostseite des Hornisgrindeturms wurde gemäht und von Buschwerk befreit und die Wassergräben entlang der Hornisgrindestraße wurden gründlich gesäubert, so dass Regen- oder Schmelzwasser wieder gut abfließen kann. Entlang des Wanderwegs, der vom Mummelsee her hoch zum Aussichtsturm führt, fiel ebenfalls einiges an Buschwerk, das in den Weg hineingewachsen war und teilweise auch die Aussicht ins Tal verhinderte. Stärkung mit einem Kaffee und einem Stück Kuchen boten von der Gemeinde Seebach Mathilde Bäuerle […]

Naturpflege

Erfolgreiche Landschaftspflege

Das Hofackerteichgebiet inmitten der Weinberge Kappelrodecks entwickelt sich prächtig. Die naturnahen Wiesenflächen müssen jedoch einmal im Jahr gemäht werden und auch das nicht einheimische Springkraut muss zurückgedrängt werden. Die arbeitsintensive Pflege dieses wertvollen Biotopes hat die Waldjugend Kappelrodeck übernommen. Einmal jährlich findet deshalb dort ein „Landschaftspflegetag“ statt, zu dem die Schutzgemeinschaft Dt. Wald (SDW) und die Waldjugend aufrufen, um den wachsenden Gräsern Einhalt zu gebieten. In diesem Jahr konnte die Vorsitzende der SDW, Vera Jakesch, mehr als 25 Helfer begrüßen. Erstmals war auch der Schwarzwaldverein mit Helfern aus Sasbach und Baden-Baden dabei. Auch vier Flüchtlinge aus Gambia ließen es sich nicht nehmen, freiwillig und unbezahlt anzupacken. Die Waldjugend war wieder mit Kindern und Eltern in großer Zahl dabei. Genügend Handwerkzeug und acht Motorsensen waren dabei im Großeinsatz. So wundert es wenig, dass große Teile der Wiesenflächen abgemäht, die Büsche freigestellt, und das Gras abgezogen werden  konnten. In der Feuchtfläche wurde auch schon die Springkrautbekämpfung begonnen. Überall wurde fleißig gearbeitet. Am Mittag sah das Gelände schon deutlich anders aus als am Vortag. Die Restarbeiten wird die Waldjugend  bis zu den Sommerferien selbst erledigen. Nach erfolgreicher, getaner Arbeit konnten sich die Helfer an Getränken und Imbiss stärken und noch kurz  erholen, bevor aufziehende dunklen Wolken und einsetzender Regen zum Aufbruch zwangen und wieder Ruhe in die Flächen einzog. Andreas Jakesch, Deutsche Waldjugend Baden-Württemberg e.V.