Rettungspunkte

Wegweiser sind Rettungspunkte

Info für Wanderer und Outdoorsportler 1. Jeder Wegweiser hat einen Standortnamen. Dieser findet sich in Verbindung mit der Höhenangabe auf einem der Wegweiserblätter. 2. Bei einer Wanderung ist es nicht nur zur eigenen Orientierung hilfreich, sich den Namen des Wegweiserstandortes genau anzuschauen oder mit dem Handy zu fotografieren. 3. Im Falle eines Notrufs soll der Leitstelle bei der Übermittlung des Notfallortes der Standortname des nächsten Wegweises genannt werden.   Achten Sie auf die Wegweiser – es könnte für Sie oder andere lebenswichtig sein! Hintergrund Seit August 2017 dienen die 15.000 Wegweiser im Wanderwegenetz des Schwarzwaldvereins als Rettungspunkte. In Kooperation haben Schwarzwaldverein und Bergwacht Schwarzwald ein Konzept entwickelt, das den Leitstellen im westlichen Baden-Württemberg die Geokoordinaten der Wegweiser in Echtzeit zur Verfügung stellt. Über ein Online-Tool aus der Digitalen Wegeverwaltung des Schwarzwaldvereins können die Leitstellen bei Notrufen in unwegsamen Gelände, wo eine Straßennavigation nicht mehr weiterhilft, den Notfallort lokalisieren. Dies kann unter Umständen die Rettung im Wald beschleunigen. Voraussetzung ist, dass beim Absetzen des Notrufes der Standortname des Wegweisers übermittelt werden kann. Jeder der 15.000 georeferenzierten Wegweiser hat einen Standortnamen. Pressemitteilung zur Vorstellung des Rettungspunktekonzeptes am 8. August 2017

Neues vom Hauptverein

Wegweiser sind Rettungspunkte

Bergwacht und Schwarzwaldverein stellen System zur Lokalisierung von Notfallorten vor (10. August 2017): Ein neues System zur schnelleren Lokalisierung von Notfallorten im unwegsamen Gelände haben der Schwarzwaldverein e.V. und die Bergwacht Schwarzwald e.V. am Donnerstag, 10. August 2017 auf dem Feldberg vorgestellt. Ministerialdirektor Julian Würtenberger, der die Schirmherrschaft übernommen hat, und Ministerialdirigent Hermann Schröder überzeugten sich von der Arbeitsweise des Systems, das auf der Digitalen Wegeverwaltung des Schwarzwaldvereins basiert. Die eindeutigen Standortnamen von mehr als 15.000 georeferenzierten Wegweisern  des Wanderwegenetzes können bei der Meldung von Notfällen zur schnelleren und eindeutigen Lokalisierung eines Notfallortes beitragen. Von der Bergwacht Schwarzwald kam der Anstoß, die flächendeckend vorhandenen Wegweiser zur Basis eines Rettungspunktekonzeptes zu machen. Die Leitstellen der Rettungsdienste im westlichen Baden-Württemberg haben über ein vom Schwarzwaldverein entwickeltes Online-Tool ab sofort Zugriff auf die tagesaktuellen Geodaten der Wegweiserstandorte und Verläufe der Wanderwege. Verunfallte im Gelände oder Ersthelfer können durch Nennung des Standortnamens des nächsten Wegweisers die Lokalisierung und damit das Eintreffen des Rettungsteams beschleunigen. Georg Keller, Präsident des Schwarzwaldvereins, freute sich über den Zusatznutzen der Wegweiserstandorte: „Der Schwarzwaldverein trägt mit seinem ausgedehnten Netz von Wanderwegen einen beachtlichen Teil zur touristischen Wertschöpfung im Schwarzwald bei. Umso mehr freut es uns, dass unsere 15.000 Wegweiserstandorte nun auch für Einheimische und Gäste im Fall des Falles zu Rettungspunkten werden können.“ Das neue System erfordert allerdings die Aufmerksamkeit der Wanderer und Outdoorsportler, die den Wegweisern des Schwarzwaldvereins auch in Hinsicht auf die eigene Sicherheit einen zweiten Blick gönnen sollten. Der Standortname ist an jedem Wegweiserpfosten auf einem der […]

Nationalpark Schwarzwald Wildsee Bannwald Wilder See Eutinggrab Julius Euting
Wanderwege

„Nicht in Stein gemeißelt“

Seebach/Baden-Baden/Forbach Weniger ist mehr: Zwar wird mit dem neuen Wegekonzepts des Nationalparks Schwarzwald ein großer Teil des 1 200 Kilometer umfassenden Wirtschaftswegenetz entbehrlich. Dennoch werden unter dem Strich 80 Kilometer zusätzliche Rad- und Wanderverbindungen geschaffen. Hauptsächlich von der Forstwirtschaft genutzte Waldwege werden schrittweise der Natur überlassen. Bislang ausgeschilderte Rad- und Wanderwege bleiben größtenteils erhalten. Die Nationalparkverwaltung hat mit Staatsrätin Gisela Erler gestern das mit Vorschlägen aus der Bevölkerung ergänzte Wegekonzept vorgestellt. Fast 1 000 Anmerkungen sind über lokale politische Gremien, Bürgerworkshops und eine vierwöchige Online-Befragung in die Ausarbeitung eingeflossen. Mehr als 500 Personen hatten sich an dem Prozess beteiligt. Erler lobt, dass bei der Ausarbeitung des Wegekonzepts auch Schüler vom Gymnasium bis zur Berufsschule involviert waren. Sie bezeichnet den Nationalpark in der Geschichte von Bürgerbeteiligungen als das „größte Projekt“. „Es gibt wohl weltweit keinen weiteren Nationalpark, in dessen Satzung festgeschrieben ist, dass sich Bürger einbringen können“, zeigt sich die Staatsrätin beeindruckt. Sie hoffe, dass sich Anwohner mit dem Nationalpark-Projekt versöhnen. Anhand von Karten und Schaubildern verdeutlichen Nationalpark-Mitarbeiter den Besuchern an Beispielen, wie der Wegeplan entstanden ist. Deutlich wurde, dass ein langwieriger Prozess folgt, bis das Wegekonzept gänzlich umgesetzt ist: Es folgen Schilder, touristische Karten und Infotafeln. „Auch intern müssen Details geklärt werden“, erläutert Nationalpark-Mitarbeiter Andreas Müller. Zum Beispiel, wie denkmalgeschützte Bauwerke oder Brücken innerhalb des Nationalparks zu erreichen sind. Sönke Birk, Wegeexperte der Nationalparkverwaltung, stellt klar, dass das Wegekonzept nicht in Stein gemeißelt sei. Der Plan werde regelmäßig überarbeitet. So zum Beispiel nach unvorhergesehenen Ereignissen wie etwa einem Orkan. Derweil steht der […]

Neues vom Hauptverein

Wegweiser als Rettungspunkte

Verbesserte Lokalisation von Notfallorten im Schwarzwald Der Schwarzwaldverein und die Bergwacht Schwarzwald stellen in einem gemeinsamen Projekt die zukünftige Nutzung der rund 15.000 Wegweiserstandorte als Rettungspunkte vor. Auf Einladung des Innenministeriums haben am 17. März Mirko Bastian, Hauptgeschäftsführer des Schwarzwaldverein e.V. und David Hierholzer von der Bergwacht das System den Vertretern der im Bereich des Schwarzwaldvereins zuständigen Leitstellen präsentiert. „Über 15.000 Wegweiserstandorte des Schwarzwaldvereins lassen sich eindeutig lokalisieren und bieten Verunfallten und Rettungskräften in Zukunft wertvolle Informationen zur schnelleren Orientierung“, meint Mirko Bastian vom Schwarzwaldverein. Der Schwarzwaldverein stellt seine Daten und die Programmierung eines Online-Tools den Leitstellen zur Verfügung. „Dieses System erleichtert uns wesentlich die Lokalisation von Hilfeersuchenden im Waldgebiet. Wir danken dem Schwarzwaldverein, dass er dieses System den Leitstellen kostenfrei zur Verfügung stellen will.“ so fasst ein Leitstellenvertreter das Ergebnis der interessanten Gesprächsrunde zusammen. Das System nutzt die Informationen von über 15.000 digital erfassten Wegweiserstandorten des Schwarzwaldvereins. Der auf den Schildern ablesbare Wegpunktname ermöglicht eine eindeutige Standortbestimmung und die Ermittlung der Koordinaten. Das System soll unter Schirmherrschaft des Amtschefs des Innenministeriums, Ministerialdirektor Julian Würtenberger rechtzeitig zu Beginn der Wandersaison eingeführt werden.