Neues vom Hauptverein

Ist die Windkraft das wert?

Schwarzwaldverein in Sorge um Landschaftsbild, Artenschutz und sozialen Frieden (28. März 2017): Die Belange des Natur- und Artenschutzes sowie die Erhaltung der wertvollen Landschaftsbilder spielen in den Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen eine zunehmend untergeordnete Rolle. Dies beklagt Georg Keller, Präsident des Schwarzwaldvereins, in einem Schreiben an Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Keller mahnt in seinem Schreiben ebenfalls an, dass er den sozialen Frieden in und zwischen den Gemeinden derzeit durch den Streit zwischen Befürwortern und Gegnern belastet sieht. Er regt an, im Rahmen der Genehmigungsverfahren auch das soziale Klima durch umsichtiges Vorgehen und Berücksichtigung der Interessen der Betroffenen im Blick zu behalten. Zwei im Ortenaukreis geplante Windparks sieht Präsident Keller besonders kritisch: Das Landratsamt Offenburg hatte 2016 den Projekten am Gütschkopf (Gemarkung Oberwolfach) und auf dem Kutschenkopf (Gemarkung Lautenbach) die Genehmigung verweigert. Grund für die ursprüngliche Ablehnung war das  am Gütschkopf brütende Auerwild und der Rang des Kutschenkopfes als Landschaftsschutzgebiet. Das Landratsamt hat nun die beiden Verfahren an das Regierungspräsidium weitergereicht. Im Fall des Gütschkopfes soll durch eine Ausnahme vom strengen Artenschutz der Bau der Windkraftanlagen ermöglicht werden, am Kutschenkopf der Schutz der Landschaft ausgesetzt werden. Letzteres wäre, befürchtet der Schwarzwaldverein, ein gefährlicher Präzedenzfall, der die Belange des Landschaftsschutzes im Schwarzwald aushöhlen würde. „Wir sehen zur Zeit mit großer Sorge, dass der Schutz von Landschaft, Natur und bedrohten Arten im Ortenaukreis unter dem politischen Druck der Landesregierung gegenüber dem Windkraftausbau in den Hintergrund rückt.“ mahnt Keller. Auch hat er beobachtet, dass die Auseinandersetzungen in der Bevölkerung oft stark ideologisch geführt werden und dadurch […]

Windenergie

Windkraft gefährdet Westweg

Westwegfonds befürchtet negative Auswirkungen auf den Wandertourismus Mit einem Schreiben hat sich der Westwegfonds an die Landespolitik gewandt, um auf die Gefahr für den Westweg und andere Wanderstrecken durch den Ausbau der Windkraft, insbesondere im Mittleren Schwarzwald, hinzuweisen. Wegen der Gefahr von Eiswurf sind im Ortenaukreis  bereits Wintersperrungen des Westwegs im näheren Umkreis von Windkraftanlagen von Oktober bis April amtlich angeordnet !!! In einem Brief an den Ministerpräsidenten, die involvierten Ministerien, Landtagsfraktionen und Landratsämter warnen Westweg-Anliegergemeinden, Schwarzwaldtourismus und Schwarzwaldverein gemeinsam vor Qualitätseinbußen durch Wintersperrungen, unattraktive Umleitungen und Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Manfred Wöhrle, Bürgermeister von Hausach und Vorsitzender des Westwegfonds, wies bei einer Pressekonferenz am 2. März in Hausach auf die Leistungen der 35 organisierten Westweg-Gemeinden, des Schwarzwald-Tourismus und des Schwarzwaldvereins hin. Seit Gründung des Westwegfonds fließen jährlich rund 20.000 Euro in Maßnahmen zur Qualitätssteigerung. Der Westweg, mehrfach zertifizierter Qualitätsweg und bekanntester Fernwanderweg Europas, ist das Aushängeschild des Wandertourismus im Schwarzwald. Tourismus und Schwarzwaldverein haben in jahrzehntelangen Bemühungen den Westweg qualitativ immer weiter entwickelt. Christopher Krull, Geschäftsführer der Schwarzwald-Tourismus GmbH,  machte die Bedeutung des Wandertourismus für die einheimische Wirtschaft deutlich. „75% der Schwarzwald-Urlauber wandern. Im Schwarzwald gibt es deutschlandweit die höchste Dichte an zertifizierten Beherbergungsbetrieben, die meisten davon am Westweg. Dieses Potential darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“ so Krull. Wenn beim Ausbau der Windkraft nicht auch die Belange des Wandertourismus angemessen berücksichtigt werden, drohen mehrmonatige Wintersperrungen wegen der potentiellen Gefahr durch Eiswurf. Negative Folgen wären auch die Verdrängung der attraktiven Wegführung weg von den Höhenlagen und damit verbundene Umwege für […]